22.03.17

5 Tipps für einen guten ersten Eindruck mit überzeugender Körpersprache

Es gibt keine zweite Chance für den ersten Eindruck. Nehmen Sie hier 5 Tipps für einen überzeugenden ersten Auftritt mit.

Es gibt keine zweite Chance für den ersten Eindruck. Unser Gehirn braucht lediglich wenige Millisekunden um ein Urteil über eine Person zu fällen. Dieser erste Eindruck bleibt meist haften, ungeachtet dessen, ob sich diese Person in nachfolgenden Gesprächssituationen anders verhält. Eine viel zitierte Studie des amerikanischen Psychologen Mehrabian belegte bereits im Jahr 1971, dass das Gesagte lediglich zu 7 % für den ersten Eindruck maßgeblich ist. Die wichtigsten Faktoren bilden Körpersprache (55 %) und Stimme (38 %). Umso wichtiger ist es also, in diesem ersten Moment zu glänzen.

 

Nehmen Sie hier 5 Tipps für einen überzeugenden ersten Auftritt mit:

1. Augenkontakt

Ein direkter Blickkontakt signalisiert nicht nur Aufgeschlossenheit, sondern auch, dass Sie selbstbewusst sind und sich nicht verstecken. Mit einem offenen und freundlichen Augenkontakt, vor allem beim Händeschütteln und bei der Vorstellung, drücken Sie dem Gegenüber persönliches Interesse aus und wirken somit sympathischer. Menschen, die Augenkontakt vermeiden, wirken dagegen desinteressiert oder unsicher oder erwecken sogar den Eindruck, sie hätten etwas zu verbergen.

 

2. Lächeln

Der beste Partner des stetigen Blickkontakts ist das Lächeln. Dies sollte aber offen und ehrlich sein. Ein falsches Lächeln kann man sehr schnell daran erkennen, dass die Augen nicht mitlachen und die „Lachfältchen“ fehlen. Überzogene Mimik und ein falsches Lächeln wirken schnell unehrlich und aufgesetzt. Generell sollte die Mimik so eingesetzt werden, dass sie das Gesagte unterstreicht.

 

3. Körperhaltung

Achten Sie auf eine gerade Körperhaltung. Diese beginnt mit einem festen Stand, das Gewicht auf beiden Füßen gleichmäßig verteilt. Die Schultern sollten weder zu weit nach vorne fallen, noch zu extrem zurückgezogen werden. Nach vorn gerichtete Schultern vermitteln Unsicherheit und drücken eine große Last auf den Schultern aus. Ziehen Sie die Schultern zu weit zurück, hebt sich automatisch Ihr Kopf, was wiederum Arroganz ausstrahlen kann. Lassen Sie die Schultern und Arme locker fallen. Dies ermöglicht Ihnen auch eine unverkrampfte Gestik.

 

4. Handschlag

Ein Händedruck ist meist die erste soziale Interaktion zwischen 2 Menschen. Dieser Moment dauert in der Regel etwa 3 Sekunden. Diese wenigen Sekunden können die Wirkung einer Person enorm verstärken oder eben schwächen. Achten Sie darauf, dass Ihre Hände beim Handschlag weder nach oben noch nach unten zeigen. Nach oben gerichtete Handflächen signalisieren nämlich Unterlegenheit, während nach unten zeigende Handflächen Dominanz ausstrahlen. Beim Händedruck ist vor allem eines wichtig: Er sollte weder zu lasch noch zu fest sein. Ein zu lockerer Händedruck weckt beim Gegenüber sofort unbewusst negative Emotionen wie Charakterschwäche, Faulheit oder mangelndes Selbstbewusstsein. Gerade der feste Händedruck von Frauen wird als sehr positiv wahrgenommen. Man sagt nicht umsonst, dass jemand „zupacken“ kann, wenn wir den Eindruck haben, dass diese Person energisch ans Werk gehen kann.

 

5. Stimme

Die Stimme ist Teil unsere persönliche Visitenkarte und ein entscheidender Faktor für einen positiven ersten Eindruck. Bereits Betonung und Atmung lösen Sympathien oder Antipathien aus. Der sogenannte psychorespiratorische Effekt bewirkt, dass wir beim Zuhören versuchen, den anderen zu imitieren. Das bedeutet, dass wir automatisch schneller atmen, wenn der Redner nervös ist und schnell redet. Ebenso nehmen wir ein herannahendes Räuspern vorweg, wenn der Redner ein unerträgliches Knarren in der Stimme hat.

Eine tiefe Stimme und ein angenehmes moderates Sprechtempo dagegen wirken beruhigend, angenehmer und sympathischer, während hohe, schrille oder gar piepsige Stimmen als inkompetent erscheinen. Wichtig bei der Stimme ist zudem die Sprachmelodie. Nur wer seinen Redeton variiert, überzeugt seine Zuhörer. Trainieren können Sie die Variation Ihres Tonfalls übrigens am besten mit Kindern: Lesen Sie Ihrem (Paten-)Kind doch einmal ein Märchen vor. Oder besuchen Sie Kurse wie etwa an Volkshochschulen: Dort gibt es oft für kleines Geld Sprachtrainings oder auch Laien-Schauspielkurse, bei dem das Sprechen geübt wird.

 

Fazit

Schaffen Sie es, diese Tipps umzusetzen, gelingt es Ihnen, überzeugend aufzutreten und eine positive und freundliche Atmosphäre herzustellen. Versuchen Sie allerdings, die Tipps nicht auswendig zu lernen und abzuspielen. Das wirkt schnell aufgesetzt. Nehmen Sie sich selbst bewusst in Situationen wahr, in denen Sie Menschen zum ersten Mal begegnen, und analysieren Sie, welche Kleinigkeiten Sie verbessern können. Übrigens: Abschauen erlaubt! Beobachten Sie einmal charismatische Persönlichkeiten in Ihrem Umfeld, wie sich deren Körpersprache in solchen Situationen zeigt und versuchen Sie, einzelne Verhaltensweisen einmal anzuwenden.


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